31. März 2026

Einmal quer durch Republik

Zwei Messen in einer Woche, zahlreiche Gespräche und viele neue Eindrücke: Auf der analytica 2026 in München und der LogiMAT 2026 in Stuttgart zeigte sich, wie stark sich unterschiedliche Branchen aktuell entwickeln – und wie viel Zuversicht trotz aller Herausforderungen vorhanden ist. Zwischen Zugfahrten, Messehallen und persönlichen Begegnungen entsteht ein differenziertes Bild jenseits der oft negativen Schlagzeilen.

Die letzte Woche war dicht getaktet, zwei Messen hintereinander, viele Gespräche, viele Themen. Und dazwischen immer wieder diese ruhigen Phasen im Zug, um Eindrücke wirken zu lassen.

Für Air Liquide ging es zur analytica 2026, im Anschluss weiter zur LogiMAT 2026 für Staplerworld und FTS-/AMR-Facts. Dazwischen viele Stunden auf den Gleisen – und diesmal mit einem unerwartet positiven Eindruck. Kaum Verspätungen, entspannte Fahrten, Gespräche mit völlig unterschiedlichen Menschen. Genau diese kleinen Begegnungen, die man im Alltag sonst kaum hat.

Was die Woche aber vor allem geprägt hat, waren die Eindrücke vor Ort. In München die analytische Präzision, neue Messsysteme, KI-Anwendungen, die nicht mehr nur gezeigt, sondern tatsächlich eingesetzt werden. In Stuttgart dann die andere Seite der Industrie: Bewegung, Automatisierung, Systeme, die ineinandergreifen und zunehmend selbstständig arbeiten. Zwei Welten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben – und doch ähnliche Entwicklungen zeigen.

Was dabei hängen bleibt, ist weniger die einzelne Technologie, sondern die Stimmung. Viele Gespräche, viel ehrliches Feedback aus den Unternehmen – und erstaunlich oft ein klar positiver Blick nach vorn. Natürlich gibt es Herausforderungen, aber es war deutlich zu spüren, dass viele Unternehmen ihren Weg sehen, ihre Produkte weiterentwickeln und sehr genau wissen, wo ihre Stärken liegen. Da sind Lösungen mit echtem Alleinstellungsmerkmal dabei – und ein Selbstverständnis, das man in der öffentlichen Debatte so kaum wahrnimmt.

Zwischen all den Schlagzeilen über Krisen und Probleme tut es gut, genau das einmal direkt mitzuerleben. Diese Mischung aus Pragmatismus, Zuversicht und dem Anspruch, Dinge wirklich besser zu machen. Das ist kein lauter Optimismus, sondern eher ein ruhiges Vertrauen in die eigene Arbeit – und genau das wirkt ansteckend.

Am Ende war es eine intensive Woche voller Eindrücke, Gespräche und Perspektivwechsel. Und vielleicht bleibt neben den Messen selbst vor allem eines hängen: dass sich der Blick auf Branchen verändert, wenn man nicht nur darüber liest, sondern mit den Menschen spricht, die sie täglich gestalten.